ELKE
ORGANISATION & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

„Klettern und Feminismus sind zwei feste Säulen von mir. Das Routesetting Symposium verbindet für mich beides und gibt damit die Gelegenheit, politische Ideale zu gestalten. Auch wenn ich selbst keine Routenbauerin bin, sondern eher in die Kategorie „am Routenbau Interessierte“ falle, unterstütze ich gerne FINTA*-Personen, damit in diesem neuen gesellschaftlichen Bereich mehr Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Empowerment entsteht.“

PADIDEH
PROGRAMM

„Als Mitglied des Symposium-Teams ist es mein oberstes Ziel, die Routenplanungsbranche integrativer zu gestalten und dazu beizutragen, ein gleichberechtigtes und faires Arbeitsumfeld zu schaffen.

Ich möchte mehr FINTA*-Menschen helfen, die Kunst des Routesettings zu entdecken und die dazugehörige Komplexität und Herausforderungen kennenzulernen. Ich hoffe, dass ich noch mehr Kolleg:innen finde, mit denen ich meine Leidenschaft teilen kann!“

FREDDY
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

„Seit einigen Jahren bin ich schon am Felsen, wie auch an der künstlichen Wand und dabei auf der Suche nach interessanten Bewegungen und gemeinsamen Erlebnissen. So bin ich auch zum Routenschrauben gekommen und damit wurde ein Funke entfacht, der unbedingt größer werden will. Jedoch fehlt in diesem Bereich eindeutig die Diversität und die Möglichkeit, dass alle Personen darin Fuß fassen. Es ist Zeit das zu ändern…!“

LAURA
DESIGN & WEBSITE

„Ob Muskelkater | stinkende Füße | stinkende und verhornte Füße | Anti-Ellenbogendrängelei (interessiert halt einfach nicht, wer den Größten hat) | Kopfarbeit | Entscheidungsstress | Bewegungsdurst | Grenzen | wissen, wie du Grenzen den Rücken zeigst | blaugefleckte Knie | Dreck-unterm-Nagel | ein „Venga“ vor jedem Stückchen Fels | Unzufriedenheit | Leute, die sagen, dass Unzufriedenheit nervt…

Ob Bouldern oder Routesetting – für mich ein Fluch fürs Ego und ein Feuerwerk für die Seele. Da aber alles besser ist, wenn es geteilt wird, habe ich mit zwei anderen Frauen das Schrauberinnenkollektiv „Maquinas“ ins Leben gerufen. Für mich ist es wichtig, die ach so effiziente Ellenbogengesellschaft mit viel mehr Rückendeckung und Handshakes aufzubrechen und dabei keinen Raum für Sexismus oder Rassismus zu lassen.“

MIRIAM
PROGRAMM & FINANZEN

„Neben meinem Studium arbeite ich mit großer Leidenschaft als Routenschrauberin. Dabei mag ich vor allem das kreative Spiel mit Bewegungen sowie zu sehen, wie andere Menschen in meinen Bouldern Spaß haben und herausgefordert werden.

Mit dem Bouldern begonnen habe ich vor 8 Jahren in einem kleinen Boulderschuppen, wo ich schon bald meine eigenen Routen schrauben konnte. Von Anfang an bedeutete Bouldern und Schrauben für mich: meistens allein zu sein unter Männern. Trotz vieler positiver Erfahrungen hätte ich mir mehr weibliches Vorbilder und Mitstreiterinnen gewünscht. Daher freue ich mich auf den Austausch mit euch und hoffe, durch das Routesetting Symposium viele FLINT+ Personen für den Routenbau begeistern zu können.“

STEFFI
FINANZEN & SPONSORING

„Am Anfang waren da „nur“ bunte Griffe, die mich so fasziniert haben – doch am Ende war es jede Menge mehr: viele Menschen mit Geschichten und immer mehr Hindernissen. Aus meiner Leidenschaft fürs Bouldern kam dann die Idee eines Dokumentarfilmprojekts über FINTA*-Personen und Routesetting – so bin ich beim Symposium gelandet. Durch die Community lerne ich ständig dazu, was für mich sehr inspirierend ist. Mir ist es ein Anliegen kreative Räume für FINTA*-Personen zu schaffen, um sich auszutauschen und diese Menschen sichtbar und spürbar zu machen.“

ELA
PROGRAMM

„Nachdem ich vor langer Zeit zum ersten Mal in einer Boulderhalle stand und ein mürrisches „Nee, das hier ist echt nichts für mich!“ von mir gab, entdeckte ich das Bouldern vor wenigen Jahren für mich (wieder) und stellte fest, dass es mir vor allem für die Bewältigung chronischer Schmerzen und Depressionen äußerst dienlich ist. 

Nachdem ich mich mit dem Sport ausreichend vertraut gemacht hatte, fing ich an, mich mit Diskriminierung im Klettersport zu befassen. Es vergeht keine Bouldersession, in der ich nicht mit Situationen konfrontiert bin, in denen ich oder andere FINTA* aufgrund von Aussehen oder Gender Identity benachteiligt sind oder sich unangenehm behandelt fühlen. Ich sehe im Routesetting Symposium eine fantastische Gelegenheit, solche Probleme sichtbar zu machen und den Gedanken des gegenseitigen Empowerments hochzuhalten – und auch um selbst meine Nase ein bisschen in den Routenbau zu stecken.“

NORA

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, PROGRAMM, PROJEKTORGANISATION

„Klettern und Bouldern hat mich nun mein halbes Leben lang begleitet und ich merke, dass die Community darum herum immer diverser wird. Im Routenbau, in dem ich seit etwa 2016 tätig bin, ist, was Diversität angeht, definitiv noch sehr viel Luft nach oben. 

Als selbstständige Routenbauerin und Filmemacherin bin ich in meinem Arbeitsumfeld leider nur selten von FINTA*-Personen umgeben und merke jedes Mal aufs Neue, wie schwer diese es haben, in hauptsächlich von Männern dominierten Berufen Fuß zu fassen. 

Um der nächsten Generation den Weg zu ebnen, um in einer diversen Gesellschaft aufzuwachsen zu können, in der Gender keine Rolle mehr spielt und absolute Gleichberechtigung und Normalität herrscht, bringe ich mich mit viel Leidenschaft in die Arbeit des Routesetting Symposiums ein.“

 

ANNIE
ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

„Ich heiße Annie und bin Kletterin, Ausdauersportlerin, Outdoor-Autorin, und (Neuro-)Wissenschaftlerin. Ich glaube, dass wir in dem noch sehr jungen Berufsfeld des Routenbaus in der einzigartigen Position sind, die Wettbewerbsbedingungen so fair zu gestalten, noch bevor sich Ungleichheiten im System festgefahren haben werden.

Wenn ich Routenbauteams sehe, möchte ich die Vielfalt der Klettercommunity in ihnen widergespiegelt sehen. Das bedeutet, den FINTA*-Routenbauer:innen das Selbstvertrauen und die Unterstützung zu geben, welches sie brauchen um sich in dieses Berufsfeld zu wagen und dort ihr Bestes zu geben. Menschen erreichen, erschaffen, denken und tun ständig unglaubliche Dinge – Routenbau ist nur eine Sache davon. Es ist an der Zeit, dass wir allen die Möglichkeit geben unterstützt und gesehen zu werden unabhängig davon, wer sie sind.

Beginnen wir im Routenbau.“

 

EMMA
FINANZEN & SPONSORING

„Ich bin Emma und komme ursprünglich aus Australien und klettere seit 10 Jahren. Vor kurzem habe ich angefangen, Routen in Deutschland zu bauen und ich bin wirklich begeistert von der Diversität der Kletterbranche. Ich liebe es, kreativ zu sein und meine Grenzen zu überschreiten, und ich hoffe, dass das Symposium mehr Menschen helfen kann, die Freude am Setzen von Routen erleben zu können.“

CARO
PROGRAMM

„Seitdem Klettern und Bouldern in meinem Leben immer mehr Platz einnehmen, ploppen unwahrscheinlich viele Fragen in meinem Kopf auf: Warum sind Leute irritiert, wenn ich mit meinem Partner an den Fels komme und ich die erste Route vorsteige? Warum habe ich keine Lust, wenn ein Wandbereich in der Boulderhalle neu geschraubt ist, mich mit in die erste Reihe zu stellen? 

Was mir dabei bisher gefehlt hat: Leute, die sich ähnliche Fragen stellen und Lust haben, anzupacken. Deshalb freue ich mich wahnsinnig, Teil des Routesetting Symposiums sein zu dürfen und gemeinsam Überlegungen anzustellen, was der Sport an Gendergerechtigkeit und Diversity braucht und was wir dafür tun können.“

LUCY 
ORGANISATION & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

„Ich bin seit 2013 mit Kopf und Tat Routenbauerin und Trainerin und arbeite im KOSMOS in Leipzig. Mir fehlten die FINTA*-Personen im Business und so dachte ich, dass mehr Aufmerksamkeit und Sensibilisierung genau das Richtige sind, um diesen Umstand zu ändern. So trat 2019 ein Symposium auf den Plan.
Für eine Zukunft, in der Gleichberechtigung und ein umsichtiges Miteinander keine Ausnahme, sondern eine Konstante sind, müssen wir gemeinsam und aktiv an unserer direkten Umgebung wirken.
Für eine nachhaltige Veränderung im Arbeitsbereich Routenbau will ich: Hürden abbauen, Diskriminierung erkennen, mich dagegen entscheiden und füreinander einstehen, Weiterbildung ermöglichen, Wege ebnen und Dialoge führen.“

SANDRA
FINANZEN & SPONSORING, PROJEKTORGA

„Bouldern und Klettern zählen zu meinen zwei großen Leidenschaften, denen ich am liebsten outdoor nachgehe. Die schönsten Projekte habe ich hin und wieder schon mal nachbauen wollen, doch als Resultat kam häufig etwas ganz anderes heraus. Dass man bei diesem Sport etwas ganz Konkretes im Sinn hat und sich im Prozess über alle möglichen Wege und Umwege dahin freuen kann, finde ich einfach nur großartig. Apropos Weg, wenn es um Gleichberechtigung und Teilhabe geht, muss der definitiv noch ein bisschen geebnet werden. Ich denke, dass das Routesetting Symposium das ideale Medium ist, um das erreichen zu können!“

INGA
PROJEKT-& TEAMORGANISATION, FINANZEN

„Ich bin seit 2013 mit Kopf und Tat Routenbauerin und Trainerin und arbeite im KOSMOS in Leipzig. Mir fehlten die FINTA*Perosnen im Business und so dachte ich, dass mehr Aufmerksamkeit und Sensibilisierung genau das Richtige sind, um diesen Umstand zu ändern. So trat 2019 ein Symposium auf den Plan. 

Für eine Zukunft, in der Gleichberechtigung und ein umsichtiges Miteinander keine Ausnahme, sondern eine Konstante sind, müssen wir gemeinsam und aktiv an unserer direkten Umgebung wirken. 

Für eine nachhaltige Veränderung im Arbeitsbereich Routenbau will ich: Hürden abbauen, Diskriminierung erkennen, mich dagegen entscheiden und füreinander einstehen, Weiterbildung ermöglichen, Wege ebnen und Dialoge führen.“

LENA
FINANZEN & SPONSORING

„Eher durch einen Zufall reingerutscht, gehört Bouldern seit über 4 Jahren nicht nur zu meinem Herzbluthobby, sondern ist auch wichtiger Lebensmittelpunkt für mich. Fast jeden Tag hänge ich irgendwo an der Wand und bastele mir meinen sonstigen Alltag drum herum. Selbst, wenn es nur ein Stündchen ist, weckt das Klettern Energie, sowie ein großartiges Gefühl für Körper und Geist. Hierbei sehe ich auch das große Potential des Symposiums, nämlich dieses Gefühl weiterzugeben und das vielfältige Feld des Kletterns/ Boulderns diverser zu gestalten. Dazu gehört auch, Menschen, die oft diskriminiert werden oder Ausgrenzung erfahren, endlich gleichberechtig in die Kletterwelt zu integrieren. Mein Wunsch ist es, dass Bouldern nicht nur als Individualsport zu begreifen, sondern auch die empowernden Kräfte gemeinsam mit Gleichgesinnten zu nutzen und endlich die Bedingungen aufzupeppen, im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich hat man auch nie ausgelernt im Bouldern (zum Glück!) und es steht bei mir ganz oben auf dem Plan, endlich mehr über den Routenbau zu erfahren.

Aus diesem Grund: Die Vorfreude auf das diesjährige Symposium wächst stetig! JIPPIE.“