Inga: …ist mit Kopf und Tat Routensetzerin und Trainerin im leipziger KOSMOS. Ihr fehlen die Frauen im Business und so dachte sie, dass mehr Aufmerksamkeit und Sensibilisierung genau das Richtige ist, um diesen Umstand zu ändern. Ein Symposium tritt auf den Plan. YEAH! Mit Vollgas in eine spannende Zukunft.

Vera: In einer Bergsteigerfamilie aufgewachsen, begleitet mich das Bouldern und Klettern schon lange. Seit Kurzem schraube ich nun auch Boulder, was mir genauso viel Freude macht wie der Sport selbst. Beim Schrauben ist mir das Arbeiten und Entwickeln im Team wichtig, der Austausch zwischen den Schrauber*innen, die gegenseitige Kritik und das Lernen von und mit den anderen. Vielfalt und Diversität gehören für mich zum Schrauben, dafür braucht es mehr Frauen im Routenbau.

Bild Schraube

Lucy: Mehr als neun Jahre ziehe ich mir nun schon die Finger an Griffen aller Art lang und nur ein paar Jahre weniger sorge ich dafür, dass regelmäßig neue Routen an die Wand kommen. Während ich natürlich gerne zusehe, wie andere an meinen Boulderproblemen herumtüfteln, bringt mich vor allem der Austausch mit anderen Schrauber*innen voran. Deswegen erhoffe ich mir vom Symposium zum Einen anregende Gespräche in offener Atmosphäre und zum Anderen die Gelegenheit, den Einstieg in das mir sehr liebgewonnene Handwerk des Routensetzens für andere zu erleichtern.

Sann: Das Bouldern ist nicht nur eine die freie-Zeit-füllende Lieblingsbeschäftigung, sondern mittlerweile auch Teil meiner wissenschaftlichen Arbeit geworden. Neben der filmischen Kulturgeschichte des Kletterns interessieren mich die aktuellen Entwicklungen dieser Bewegungswelt und somit auch das Routensetzen. Dabei bin ich an der Wand eher Nutznießerin der Schrauberei anderer und – Achtung: schlechter Wortwitz – versuche selbst eher an den gesellschaftlichen Verhältnissen zu schrauben, welche schließlich auch nicht vor und an den Boulder- und Kletterhallen/-felsen halt machen…